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10.12.2018
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Wenn der Schein trügt
Now You See Him 
Tout n'est qu'illusion 
L’Illusionista 
Hvad øjet ser.. 
A szemfényvesztő 


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Columbologe
19.11.2018 23:02:38
 
@Hello17 Bei dem Zaubertrick ging es Columbo nur darum zu überprüfen, ob Santini wirklich ein Experte im Öffnen von Schlössern ist. Wie groß das Schloss ist, ist egal. Aber Columbos Annahme, dass der Mörder ein Experte im Schlösserknacken sein muss, ist sowieso von vornherein unhaltbar. Jerome hätte doch wohl auch dort liegen können wo er lag, einfach weil er vom Mörder in den Raum gedrängt wurde, damit auf dem Gang niemand den Mord beobachtet. Columbo kommt bei seinem Kopfzerbrechen "Wieso liegt die Leiche so weit im Raum?" nicht auf die naheliegendste Lösung. Ein sehr konstruiertes, schwaches Drehbuch.
Hello17
17.11.2018 22:16:02
 
Ich verstehe das mit den Handschellen nicht so ganz. Hat Columbo wirklich das große Türschloß in die schmalen Handschellen einbauen lassen?
Hello17
17.11.2018 20:38:53
 
Das hat der Inspektor ausführlich erklärt
Gast: Gast
22.08.2018 22:18:31
 
Jerome wird von vorne erschossen und liegt danach auf dem Bauch.
Wie geht das?
Columbologe
08.03.2018 14:02:49
 
Der Schein trügt. Leicht lässt man sich blenden durch das zauberhafte Milieu und die erneute Mitwirkung des charismatischen Jack Cassidy. Sein Santini wirkt wie eine Karikatur: er hält sich für den Größten, aber was er abliefert, sind selbst für 70er Jahre-Verhältnisse keine verblüffenden Zaubertricks. Nicht einmal sein Alibi ist so toll wie er meint, denn dadurch dass nicht Santini, sondern seine Assistentin nach dem Abtauchen im Wasser aus dem Würfel springt, wird selbst dem einfältigsten Zuschauer im Saal klar, dass ein Austausch der Personen stattgefunden hat, und dass demnach niemand im Würfel war, während dieser im Wassertank hing.
Columbo hat einen neuen Mantel, den er nur am Anfang trägt und von dem er sagt, er könne darin nicht denken. Dies trifft zu. Leider unterläuft Columbo in der ersten Szene ein ärgerlicher logischer Fauxpas. Als er sich die Position der Leiche zu erklären versucht, kommt er nicht auf die naheliegendste aller Lösungen: Jerome könnte die Tür geöffnet haben, die Bedrohung erkannt haben, und von seinem Mörder langsam in den Raum zurück gedrängt worden sein, bzw. aus Angst ein paar Schritte rückwärts gegangen sein. Stattdessen schlussfolgert Columbo, der Mörder müsse selber die verschlossene Tür geöffnet haben und ein Experte im Aufbrechen von Schlössern sein, womit der Verdacht auf Santini fällt. Dem erst 30-jährigen Autoren Michael Sloan fiel offenbar kein glaubwürdiger Grund ein, wie Columbo sonst auf die richtige Spur kommen könnte. Es wäre ein schöner Schlusssatz gewesen, hätte Columbo zu Santini gesagt "Können Sie nicht meinen neuen Mantel verschwinden lassen?", denn Columbos eigene Bemühungen, das Ding zu verlieren, sind kläglich gescheitert.
Columbo scheint das Gesetz neuschreiben zu wollen: "Damit haben wir Möglichkeit und Motiv; das genügt für eine Verurteilung wegen Mordes!" Bitte?! Seit wann genügt es denn, den Angeklagten mit Motiv und theoretischer Möglichkeit zu konfrontieren und die Beweisführung wegzulassen?
Die Idee mit dem auswechselbaren Plastikfarbband, das nur einmal benutzt wird, klaute sich der Autor aus einer früheren "McMillan & Wife"-Folge der "NBC Sunday Mystery Movie" Serie, in der auch "Columbo" lief. Damit ist nicht mal der sogenannte Beweis eine große Eigenleistung und "Wenn der Schein trügt" muss zu den etwas weniger geglückten Folgen aus dem schwächelnden 76er Jahrgang gezählt werden.
rekath16
07.03.2018 17:10:31
 
Wenn der Schein trügt ist eine hervorragende Folge! Jack Cassidy brilliert im wahrsten Sinne des Wortes als geheimnisvoller Magier. Fassungslos muss man realisieren, dass er noch im gleichen Jahr gestorben ist.
Ich bin mir sicher, dass diese Folge unter meinen Top10 sein wird. Die Atmosphäre ist einzigartig.
9/9
speedy
05.02.2018 20:20:45
 
Filmfehler:
Laufzeit:01:09:57
Columbo besucht einen Gast des großen Santini in seinem ärmlichen Appartement.
Kamera hinter dem Bett.Columbo wird von unterhalb gefilmt.
Nun beobachtet mal die Zimmerdecke.
Es gibt keine.
Tonio
14.11.2017 15:41:20
 
Hier werden keine kleinen Brötchen gebacken, dies ist von Anfang an klar. Selbst wenn man die allglatt-fiese Arroganz von Jack-Cassidy-Charakteren aus früheren Folgen nicht kennt, wird sie sogleich deutlich. Und als Meister-Illusionist ist der von ihm gespielte „Große Santini“ ein perfekter wie ebenbürtiger Gegner – natürlich nur fast, aber immerhin. Und dann ist er auch noch ein NS-Verbrecher! Was der Mann, der es aufzudecken gedenkt, mit dem Leben bezahlt. Die vertrackte Tatausführung, das hohe Kriminalitätspotenzial, die Raffinesse – eine diesmal besonders hohe Herausforderung, bei der es ein Genuss ist, zu sehen, wie Columbo sie annimmt. Obwohl ich grad auch manche Folge mag, in der der Held tatsächlich mal ins Straucheln zu kommen scheint und im Innersten seiner Seele verletzt wird (vor allem „Wer zuletzt lacht“ und „Ruhe sanft, Mrs. Columbo“), ist diese aus der Reihe „gewitzt überlegener Inspektor“ eine der besten. Neben der erwähnten großen Herausforderung gibt’s viel Liebe zum Detail. Beispielsweise erscheint Santini oft aus leichter Froschperspektive vor dem Vorhang seines Cabarets auch in scheinbar banalen Situationen wie einer, der nicht einfach da ist, sondern der auftritt. Die Bühne ist das Leben. Damit hat auch der Mord während eines Zaubertricks (!) zu tun. Der Freund der Tochter des Täters tritt als Sänger vor der Zaubershow auf und singt kaum zufällig „When we play La Charade“, was mehr als eine Hommage an „Charade“ (1963) mit Cary Grant und Audrey Hepburn ist. Der ultimative Brüller findet sich im mittleren Teil: eine Art Duell zwischen Columbo und Santini im Rahmen des Letzteren Show. Allein wie der Ermittler, obwohl Santini vorher schon seine Ablehnung bekundet hatte, durchdrückt, dass er als „Freiwilliger“ den großen Meister mit einem vorbereiteten Trick herausfordern darf, ist eine der geschicktesten Columbo-Nervereien der Serie. Dann der Clou: Columbo verliert – und hat gerade dadurch gewonnen, weil der Zauberer zwar die Handschellen knacken konnte, aber eben auch ein eigentlich unknackbares Schloss, das der Mörder geöffnet hatte. Santinis Eitelkeit ließ nicht zu, dass er vor Publikum suggerierte, Columbos Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Doppeldeutige Blicke und Sprüche in zwei für die Serie ungewöhnlich direkten Frontal-Großaufnahmen der Antagonisten bringen die Süffisanz auf den Punkt. Und hat uns vielleicht nicht nur Columbo, sondern sogar Peter Falk hier eine Illusion serviert, da nach meiner Beobachtung das zwinkernde Auge das Glasauge ist? Die Folge ist wirklich sehr aufmerksam inszeniert und gespielt und ich mag sie geringfügig lieber als den thematisch teils ähnlichen Guillotinen-Wiedereinstand (#46), in dem der Inspektor doch mitunter etwas großspurig und/oder umständlich auftrat. Dieser ist aber vielleicht sogar durch eine kleine Szene mit einer Zauber-Guillotine in der vorliegenden Folge angeregt worden. Weit über dem Durchschnitt – vielleicht mit der kleinen Einschränkung, dass die starken Antagonisten diesmal wenig Platz für starke Nebenfiguren lassen. Damit darf man es zwar auch nicht übertreiben, aber grad die späteren Folgen lassen insoweit gelegentlich ungeahnte Abgründe bei so manchem erkennen. Was würde z.B. die hübsche Tochter sagen und/oder tun, wenn sie von der Vergangenheit ihres Vaters erfährt? Wir erfahren sowas nicht, Columbo regelt den Fall allein. Nur auf einen kann er nicht verzichten: auf seinen Mantel, den er zugunsten eines neuen Mantels abgelegt hat, was zu wunderbaren Gags und natürlich gegen Ende zur Rückkehr des Trenchcoats führen wird. 8 von 9 Punkten.
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